#oskarStandPunkt – Wo man sich engagiert, lernt man sich kennen

Gedanken zum Motto der Freiwilligentage 2020 von Peter Breitfeld

Die Freiwilligentage 2020 rücken immer mehr ins Blickfeld. In diesem Jahr finden sie vom 11. bis 20. September statt. Bis dahin gehen zwar noch ein paar Tage ins Land. Aber wie sagt man so schön:  Die Zeit vergeht wie im Fluge. Und sind die Ferienmonate erstmal vorbei, ist auch schon September.

Übrigens, bei der Durchführung von Freiwilligentagen ist Berlin schon immer vorne mit dabei. Die ursprünglich aus den USA stammende Idee wurde in Berlin 2001 erstmals in Deutschland aufgegriffen. Hamburg und Kassel folgten dem Beispiel, und seit 2003 finden Freiwilligentage bundesweit in vielen deutschen Städten statt.

In diesem Jahr stehen die Freiwilligentage unter dem Motto Lern.Ort.Engagement.

Als ich den Slogan das erste Mal las, konnte ich mich gar nicht so recht damit anfreunden. Lern.Ort – da denkt man zuerst mal an Schule und Schüler und nicht so sehr an Engagement im Kiez. Aber je länger ich über den Spruch nachdenke und mit ihm umgehe, umso besser finde ich ihn.

Warum soll es denn die Assoziation zu Schule und Schülern nicht geben. Immer mehr junge Leute engagieren sich. Ich denke da nur an Fridays for Future oder die vielerorts gelebte Aktion „Schule ohne Rassismus“. Und auch in der Corona-Hilfe waren viele junge Leute aktiv. Es wäre doch toll, wenn sie mit vielen Ideen und Aktivität auch die Freiwilligentage bereichern. Es wird sicher wieder zahlreiche Mitmachaktionen geben, an denen sich Junge und jung Gebliebene gleichermaßen beteiligen können.

Dass sich die Begriffe Lern.Ort und Engagement gut zueinander fügen, erschließt sich schnell. Und das gleich in zweifacher Hinsicht. Wer sich engagiert lernt dazu. Ich denke da an Mitmachaktionen im vergangenen Jahr: Beim Bauen von Bienenkästen oder Hochbeeten konnte man sich im Umgang mit Holz und notwendigen Werkzeugen üben. Der Deutsche Senioren Computer Club half mit seinen Workshops, mit Computern perfekter und sicherer zu Recht zu kommen. Beim Putzspaziergang zu Stolpersteinen im Lichtenberger Kiez wurde etwas dafür getan, dass dunkle deutsche Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Und beim gemeinsamen Kochen konnte man das eine oder andere Rezept mit nach Hause nehmen. Wer sich engagiert lernt eben dazu.

Am allerwichtigsten ist aber: Überall, wo man sich engagiert, lernt man sich kennen.

Auch in diesem Sinne ist Engagement ein Lern.Ort.  Neue Kontakte werden geknüpft oder schon bestehende vertieft. Das soll auch in diesem Jahr so sein. In den Monaten März und April, wo uns das Corona-Virus zu weitgehender Isolation gezwungen hat, haben wir gespürt, wie wichtig für uns die Begegnung mit unseren Freunden und Bekannten, mit unseren Nachbarn, ja mit Vielen ist, die mit uns im Kiez leben. Diese Erfahrung nehmen wir mit, wenn wir die Mitmachaktionen der diesjährigen Freiwilligentage vorbereiten und durchführen. Wir werden dabei weiter mit dem Abstandsgebot leben müssen. Bei unseren Begegnungen werden wir oft auch eine Maske über Mund und Nase haben. Aber mit all dem haben wir ja inzwischen Übung. Hoffen wir auf einen schönen Spätsommer mit milden Temperaturen, damit viele der Aktionen, viele der Treffen und Begegnungen, im Freien stattfinden können.

Wir hoffen Sie sind dabei und helfen mit, das Motto der diesjährigen Freiwilligentage mit Leben zu erfüllen: Lern.Ort.Engagement

Wie finden Sie das Motto? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar!

Hier finden Sie Unterlagen, um eine Mitmachaktion anmelden zu können. Und hier können Sie sich in Kürze für die Teilnahme an einer Mitmachaktion anmelden.